Von Patrick Stark und Julian Hoffmann, Geschäftsführer der Stark & Hoffmann Immobilien GmbH · Stand 14. September 2026
Was zu einem Smart Home gehört
Im Smart Home sind Geräte miteinander vernetzt und lassen sich zentral bedienen – per App, per Sprachbefehl oder über Regeln, die einmal festgelegt werden. Vier Bereiche sind besonders verbreitet:
- Heizung und Klima – hier liegt das größte Sparpotenzial.
- Licht – dimmbare Leuchten mit wechselnder Lichtfarbe und Szenen für bestimmte Tageszeiten.
- Sicherheit – Kameras mit Zugriff per App, smarte Türschlösser mit Smartphone oder Fingerabdruck, vernetzte Alarm- und Rauchmelder.
- Energie – Messung des Verbrauchs einzelner Geräte und Steckdosen, die sich bei Nichtnutzung abschalten.
Zusammengeführt wird alles über eine Plattform, meist Google Home, Amazon Alexa oder Apple HomeKit. Prüfen Sie vor dem Kauf von Geräten, ob sie zur gewählten Plattform passen – ein späterer Wechsel ist aufwendig.
Smarte Heizungssteuerung
Der einfachste Einstieg sind vernetzte Thermostate, die die klassischen Thermostatköpfe an den Heizkörpern ersetzen. Sie ermöglichen:
- eigene Heizprofile für jeden Raum
- Zeitpläne, etwa mit Absenkung nachts und bei Abwesenheit
- Geofencing: Das System merkt über das Smartphone, wenn niemand zu Hause ist, und regelt herunter
- lernende Regelung, die Gewohnheiten und Wettervorhersage einbezieht
- Zonen, in denen nur genutzte Räume geheizt werden
- Auswertungen des Verbrauchs, die oft mehr bewirken als die Automatik
Bekannte Systeme sind etwa Tado, das Nest Thermostat, Honeywell Evohome und das Netatmo Smart Thermostat; die meisten arbeiten mit Alexa, Google Assistant und Apple HomeKit zusammen.
Wie viel lässt sich sparen?
Das hängt vor allem davon ab, wie bisher geheizt wurde. Wer ohne Zeitsteuerung durchheizt, spart spürbar; wer ohnehin bedarfsgerecht regelt, sieht auf der Abrechnung kaum einen Unterschied. Einsparquoten der Hersteller beruhen meist auf günstigen Annahmen. Mehr bringt in vielen Häusern eine bessere Gebäudehülle.
Smart Home und Immobilienwert
Vernetzte Technik ist ein Argument, das vor allem jüngere Käufer anspricht. Einen belastbaren Preisaufschlag begründet sie nicht – den Preis bestimmen Lage, Zustand und Energieeffizienz. Eher beschleunigt gute Ausstattung die Entscheidung von Interessenten.
Beim Verkauf beachten
- Zugänge übergeben: Konten, Apps und Administratorrechte müssen auf den Käufer übergehen. Ein System, das am Konto des Verkäufers hängt, nützt dem Käufer nichts.
- Klar regeln, was bleibt: Fest verbaute Technik gehört ins Exposé und in den Kaufvertrag – sonst nimmt der Verkäufer Thermostatköpfe oder Steckdosen womöglich mit.
- Auf Herstellerbindung achten: Stellt ein Anbieter den Betrieb ein, wird das System zum Rückbauthema. Verbreitete Plattformen sind die sicherere Wahl.
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Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung im Einzelfall.